Anke Lüders-Gollnick
 11.10.2017

Es ist eine September-Tradition. CMA Summit 2017

Die Fachleute für kritische Kommunikation treffen sich jährlich in den USA, um neueste Entwicklungen und Strategien auszutauschen. Dieses Mal fand die Konferenz im Westen statt, in der Stadt der Indianer- und Hippie-Mystik und der Roten Felsen, in Sedona, Arizona.

Der CMA Summit war aber eher nicht von Mystik geprägt, sondern von konkreter Kost. Ein paar Aspekte seien hier herausgegriffen:

Paging-Netze werden ausgebaut

Im vergangenen Jahr informierten Belgien und die Niederlande, dass die Infrastruktur für Paging landesweit erneuert wird und der Staat dafür erhebliche Mittel bereitstellt. Eine Entscheidung, die bereits vor den Erfahrungen mit Tetra und LTE während der Anschläge am 22. März 2016 gefallen war, im Zusammenhang mit den Kommunikationsmängeln beim Terror aber besondere Aktualität hatte.

In diesem Jahr war ein sehr großer US-amerikanischer Anwender aus dem Bereich Energieversorgung zu Gast. Richard Gregory von Duke Energy, mittlerweile fast 3 Mal so groß wie E.ON und fast 6 Mal so groß wie RWE berichtete über das Konzept für die Kommunikation im Unternehmen. Dazu gehört außer Schalten auch das Herbeirufen von Service-Technikern im Bedarfsfall. 500.000 Endpunkte hat er mindestens zu bedienen und Paging spielt eine der oder die Hauptrolle dabei.
Prism-IPX Systems wird seit Jahrzehnten von Jim Nelson geleitet. Jim ist auch Präsident der CMA-Americas, und sein größter Kunde ist Duke Energy. Er stellte neuartiger Hardware-Komponenten vor. Es wurde gezigt, dass heutzutage Paging-Controller und -Receiver nur noch einen Bruchteil vergangener Dimensionen einnehmen. Ideal für die Integration in komplexe Systeme.

D. Banner (l.) CMA-E, J.Nelson CMA-A (r.)zoom
D. Banner (l.) CMA-E, J.Nelson CMA-A (r.)
Duke Energy: Was ist kritische Kommunikation?zoom
Duke Energy: Was ist kritische Kommunikation?
 

Global Data Burst Limited adressiert mit seinem Angebot eine ganz andere Zielgruppe, nämlich diejenigen, die sich kommunikationsseitig in nicht erschlossenen Gebieten aufhalten. Das können Militärs oder Journalisten sein, die nicht nur, aber auch in bergigen Gebieten oder der Sahara unterwegs sind. Dafür soll Satellitenpaging bereitgestellt werden. Die Endgeräte wurden herumgereicht und der Preis genannt: 700 Euro etwa. Und, es soll nach Anzahl der Nachrichten abgerechnet werden. Wir werden verfolgen, ob der Markt groß genug ist und die Verlängerung der Funkversorgung mit Verstärker-Elementen angenommen wird.

Paging-Netze sind Garant für höhere Verfügbarkeit

Der französische Anbieter und unser Partner TPL berichtete über Slim-Varianten seiner Endgeräte, aber vor allem auch über das Konzept der Zweiwege-Pager.

Eigentlich sollte klar sein, dass die Nutzung einer separaten unabhängigen Infrastruktur neben den Mobiltelefonnetzen und dem Digitalfunknetz der BOS nur ein Bruchteil der Kosten im Vergleich mit dem weiteren Ausbau genau dieser zellularen Netze kostet. Das wird heute schon von vielen Paging-Nutzern, auch in Deutschland und Frankreich, erkannt. Und es werden für Schwarzfall-Lösungen oder Feuerwehr-Alarmierung natürlich Pager eingesetzt. In wachsender Zahl.

TPL (und andere) machen den Versuch, die Nutzung zweier Technologien in einem Endgerät zu vereinigen. Wie das geschieht und welche mathematisch-theoretischen Grundlagen jeden Innen- und Finanzminister überzeugen müssten, wurde auch erläutert und intensiv diskutiert. Die Unterlagen dazu sprengen hier den Rahmen, können aber hier angefordert werden.

B. Welch (TPL) zum Thema 2-Wege-Kommunikationzoom
B. Welch (TPL) zum Thema 2-Wege-Kommunikation
Sedona - Die Welt der roten Bergezoom
Sedona - Die Welt der roten Berge
 

Einer der Top-Vorträge

Paul Lauttamus vom gleichnamigen Unternehmen, das in Pittsburgh, West Virginia, und im Ohio Valley tätig ist, berichtete begeistert und begeisternd, wie er aus einem reinen Anbieter von Paging-Services ein Unternehmen mit sehr vielseitigem Angebot geschaffen hat. Selbst in der Firmenmission bezeichnet er sich heute als Quelle und Berater für Sicherheit in der Kommunikation. Die Warnung der Bevölkerung und die Alarmierung von Mitarbeitergruppen in Unternehmen stellen einen wesentlichen Teil der Aktivitäten dar. Auch in Deutschland und Europa sprechen viele darüber. Aber letztendlich läuft alles oft nur auf eine App hinaus, die dann gerade im Bedarfsfall nicht oder nur teilweise funktioniert. Wir haben uns vorgenommen, mit den Leuten aus Pittsburgh den fachlichen und argumentativen Kontakt zu suchen.

Der Sonnenuntergang in Sedona ...

... soll der weltbeste sein. Leider waren die Diskussionen teilweise so interessant, dass die Kollegen diese abendliche Stimmung verpassten. Auch weil Sedona dann doch näher am Äquator liegt als Deutsche meinen. Sunset war etwa 18.15 Uhr.    

Weitere Informationen und Vortragsanfragen bitte hier.

Anke Lüders-Gollnick

 
 
 
Hartmut Ilse
 25.09.2017

Metering Days 2017

Die Stromnetz-Digitalisierungs-Branche traf sich erneut bei den Metering Days 2017 der ZVEI-Akademie am 19./ 20. September 2017 in Fulda. Rund 600 Teilnehmer waren an den Vorträgen von ca. 60 Referenten und den Firmen-Darstellungen auf 45 Ausstellungsständen interessiert. Auch e*Message war mit ihrer Live-Präsentation des e*Nergy-Strompagers wieder dabei.

Unser Bereichsleiter Produkte, Carsten Hofmann wirkte im "Metering Solution Forum", Teil Software & Applikationen mit dem Vortrag "Auch ohne CLS netzdienlich sicher steuern in der Niederspannung" mit. 

Den erwarteten allgemeinen "Aufschrei", dass man sich doch nicht erdreisten solle, an der CLS vorbei sicher steuern zu wollen, gab es in diesem Jahr nicht. Das war sicher kein Zufall, denn im Mittelpunkt vor allem der Vorträge der "Metering Days 2017" stand der "Mehrwert des Kunden aus dem Smart Meter Rollout" und nicht mehr, wie in den Vorjahren die für den Smart Meter Rollout per Dekret einzusetzende Technik, wobei der Kundennutzen außen vor blieb.

Carsten Hofmann im Metering Solution Forumzoom
Carsten Hofmann im Metering Solution Forum
e*Nergy-Strompager live am Stand von e*Messagezoom
e*Nergy-Strompager live am Stand von e*Message
 

Neben Smart Meter Rollout-(Vorbereitungs-)Erfahrungen mit Vorläufern der vom BSI zu zertifizierenden Systeme und Geräte drehten sich viele Vorträge um die Notwendigkeit, den Kunden mit den intelligenten Messsystemen (iMSys) neben den Mehrkosten auch einen Mehrwert anbieten zu können. Dabei wurde deutlich, dass nahezu keiner dieser möglichen Mehrwert-Beiträge direkt aus der iMSys-Installation generiert werden kann. Zur Erschließung der Mehrwert-Beiträge sind bereichsübergreifende Kooperationen erforderlich, z.B. in Richtung Smart Home, Smart Care, Smart Mobility und viele weitere.

So, wie in unterschiedlichen menschlichen Tätigkeitsbereichen Mehrwert für die Letztverbraucher erschließbar ist, so sind die Anforderungen der Stadtwerke / Verteilnetzbetreiber als Kunden in der Digitalisierung der Energiewende ebenfalls außerordentlich unterschiedlich, so dass es auch dabei kaum "die eine Lösung" geben wird. Darum besteht die Herausforderung für die Produktanbieter zur Energiewende ebenfalls darin, eng zu kooperieren, um den Stadtwerken / Verteilnetzbetreibern die jeweils passende Lösung zusammenzustellen. Diese Lösungen werden aus BSI-regulierten und nicht regulierten Komponenten bestehen können / müssen, um die erforderlichen Mehrwerte auch für die Letztverbraucher zu ermöglichen.

C. Hofmann zum Thema, warum Steuern ohne CLS Sinn machtzoom
C. Hofmann zum Thema, warum Steuern ohne CLS Sinn macht

Und so wird auch e*Nergy seinen berechtigten Platz in der Kombination mit anderen Produkten bei den Lösungsanbietern für die intelligente Steuerung von Stromnetzen finden. Nämlich überall dort, wo den  Stadtwerken / Verteilnetzbetreibern die besonderen e*Nergy-Vorteile von Kosteneffizienz über Sicherheit / Zuverlässigkeit / funktionale Flexibilität … bis hin zur Überregionalität wirtschaftlich zugutekommen.

Unsere Gespräche am Stand haben diesen Trend bestätigt.  

Hartmut Ilse

 
 
 
Dietmar Gollnick
 12.09.2017

Wie geht Warnung der Bevölkerung – zum Beispiel in Israel?

Ende April und noch im Schnee fand in der Schweiz der Summit 2017 der CMA Europe statt. Ende September erwarten wir in Sedona, Arizona, das US-amerikanische Pendant.


Unerwartetes in Zürich

Über das jährliche Treffen der CMAE17 hatten wir bereits berichtet. Es war mehr als inhaltsreich.

Was nicht ganz angekündigt war und etwas überraschend kam, war der Auftritt unserer israelischen Kollegen. Deren Thema: Die Warnung der Bevölkerung und von dezentral positionierten Verantwortungsträgern. Und sofort sprach Ilan Friedman, der CEO von beeper Ltd. in Israel, nicht von Terror und anderen Dingen, sondern von Naturereignissen wie Erdbeben. Das meinte er, sei der richtige Weg, weil dann jeder wisse, um was es auch ginge, aber es nicht aussprechen müsse.

Ilan Friedman von beeper Ltd.auf dem Summit der CMAE 04 / 2017zoom
Ilan Friedman von beeper Ltd.auf dem Summit der CMAE 04 / 2017

Schon immer hatten wir die Kollegen des landesweiten Paging-Betreibers dort beobachtet. Einer ihrer Auftraggeber ist auch die für den Bevölkerungsschutz und die rechtzeitige Information der Bevölkerung zuständige IDF (auch Home Front Command). Wichtiges technisches Prinzip ist dabei – wie in Deutschland auch, aber leider erst mehr auf dem Papier – MultiChannel. „Setze nie auf nur eine Infrastruktur“ und schon gar nicht ausschließlich auf eine, die besonders in Krisenzeiten für andere, nämlich die Bevölkerung gebraucht wird. Ein Smartphone muss (auch) dafür genutzt werden, dass die Bürger mit ihren Angehörigen Kontakt halten. Sowohl Handy als auch darauf basierende Apps und SocialMedia-Anwendungen könnten gerade dann nicht funktionieren, wenn man sie am dringendsten braucht.

Deshalb muss man für die Warnung der Bevölkerung (auch) etwas anderes nehmen.

Jedenfalls nutzt man im Nahen Osten schon recht lange Endgeräte, die baugleich zur Warnsirene von e*Message und natürlich wie I. Friedman sagt, vom Handy-Netz unabhängig sind. Und auch dann funktionieren, wenn aus der Notwendigkeit der entstandenen Lage Handy-Netze schon von „Staatswegen“ eingeschränkt betrieben oder abgeschaltet werden.

Der Vortrag in Zürich begann damit, dass ein Bogen gespannt wurde zu dem Bericht in Miami 2014. Ilan Friedman meinte: Ihr dachtet wohl, ich redete 2014 über Science Fiction. Nein, man sollte vorbereitet sein. Und die Aufgeschlossenheit sei nun in Europa objektiv und auch subjektiv größer und nicht wegen der Erdbeben dort.

Auch sein Chef und Hauptgesellschafter von beeper Ltd. Elisha Yanay war dort und betonte, dass er in seiner vorherigen Tätigkeit als CEO bei Motorola Israel sehr viel und damals Grundlegendes für die Entwicklung von Tetra (in Deutschland für den BOS-Digitalfunk genutzt) getan hätte und natürlich klar sei, dass Paging weder vom Smartphone noch von Tetra ersetzt werden könne. Er meinte sogar, derartige Vorstellungen seien doch etwas abenteuerlich aus seiner Sicht und nach seinen Erkenntnissen.

Die Kollegen waren etwas stolz als sie berichteten, dass die ersten 80 Stück der neuen Generation der Warnendgeräte auf bis zu 7facher Multichannel-Struktur soeben ausgeliefert seien. Hier Schema und Bild.

© beeper Ltd.: Mass Public Alert Warning Platform zoom
© beeper Ltd.: Mass Public Alert Warning Platform
© The Times of Israel: IDF’s new portable Nofar sirenzoom
© The Times of Israel: IDF’s new portable Nofar siren
 

Zu Erwartendes im schönen Sedona in Arizona

Nach den Wirbelstürmen Harvey und Irma, dem Hochwasser in Houston, Miami und Tampa erwarten wir auf dem CMA-Summit Ende des Monats weitere Diskussionen und Informationen zu Learnings. Wir werden berichten.

Dietmar Gollnick

 
 
 
Dietmar Gollnick
 07.09.2017

Unsere andere Technologie auf der IFA in Berlin. Kein Mobilfunk im herkömmlichen Sinne.

Viel Aufmerksamkeit auf der Ausstellung, Aufmerksamkeit, die vor allem der weißen Ware, dem SmartHome, den damit zusammenhängenden Geräten und mehr und mehr auch den Mobilfunkendgeräten gilt.

Millionen werden da für die Hallen ausgegeben. Dieses Jahr war besonders viel los bei LG aus Südkorea. Beeindruckende Halle, in die man durch eine Multimedia-Kapelle eintreten durfte.

Consumer-orientiert. Was haben wir damit zu tun?

Millionenfach in den Haushalten Deutschlands und Frankreichs vorhanden sind Wetterstationen. Sie werden durch Conrad Electronic, TFA Dostmann aus dem Taubertal und Technoline aus dem Berliner Umland (Wildau) in Deutschland an Endkunden und Endverkäufer vertrieben. Mit ganz anderer Technologie als LG und Samsung. Und wie die Macher der beiden Letzten berichteten, mit konstantem Erfolg seit fast einem Jahrzehnt. Ein nicht kleiner Teil des Umsatzes der Marktführer rührt aus den Wetterstationen, die mit dem Titel „WETTERdirekt“ gekennzeichnet sind. Das Besondere an diesen Geräten ist, dass nicht nur die aktuelle Temperatur und weitere Wetterparameter angezeigt werden, sondern zusätzlich auch die Wettervorhersage für die folgenden 3-5 Tage übermittelt wird. Und genau das wird mit unserer Technologie zuverlässig realisiert.
Mittlerweile sind die Kataloge dick und enthalten viele zig Modifikationen, die die Kunden gern zu Weihnachten und das ganze Jahr über erwerben.

Folgende Vorzüge wurden mir genannt:

  • Einfach zu bedienen. Kaum Schulungsaufwand in Baumärkten, bei Media Markt oder anderswo.
  • Keine Abos. Der Kunde kauft für 29 bis 90 Euro und kann loslegen, ohne monatliche Kosten.
  • Kein Stromkabel. Der geringe Stromverbrauch ist kein Problem für die Batterie.
  • Design. Die Geräte gefallen den Nutzern. Sie sind quasi zum Möbelstück geworden.
  • Kaum Ausfälle oder Beschwerden, dass die mehrmals am Tage ausgesandten Vorhersagen für eine der 50 Regionen oder einen der 300 Landkreise nicht ankämen.
Wetterstation mit Wettervorhersagezoom
Wetterstation mit Wettervorhersage
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TFA auf der IFA 2017
 

Und das Geschäft macht kontinuierlich Spaß. Verführt auch zum Experimentieren. Mittlerweile weiß man recht gut, was zu welchem Preis bestens beim Endkunden ankommt. Die Station für das Weihnachtsgeschäft 2017 wurde auch schon gezeigt.

Reserven im Marketing

Wo man noch mehr machen könnte, ist in der Öffentlichkeitsarbeit. Hunderttausende Haushalte haben eine Wetterstation und wissen nicht, dass ein „embedded Pager“ nach dem neuen Standard NP2M für die dynamischen Informationen sorgt. Zu Preis und Leistung wie es geprüfter Maßen durch andere Technologien nicht geht. Wenn das noch mehr Entscheider wüssten, gäbe es vielleicht noch mehr Ideen. Solche wie die, die Ende 2014 mit dem Innovationspreis Berlin-Brandenburg geehrt wurde: Schaltfunktionen „embedded“ für Energie-Verteilnetze.

Dietmar Gollnick

 
 
 
     
Anke Lüders-Gollnick
 28.08.2017

Gastbeitrag in "energiespektrum": Smarte Netze für öffentliche Betreiber

Wer auf dezentrale Energieerzeugung mit erneuerbaren Energien setzt, muss den Bedarf für intelligente und sichere Steuerungslösungen stets mitkalkulieren, um Netzstabilität im laufenden Betrieb sicherzustellen.

Die Erfahrungen der Stromnetz Berlin GmbH aus den letzten Jahren zeigen, wie diesen Herausforderungen erfolgreich begegnet werden kann. Seit 2014 sind dort Strompager im operativen Einsatz ...

Bei kritischer Infrastruktur wie Stromnetzen erweisen sich NP2M-Funknetze - eine Spezialtechnologie im Mobilfunk, die Paging einschließt - als wirkungsvolle Lösung ...

Lesen Sie hier den vollständiger Artikel unseres Leiters Produktmanagement und Business Development Carsten Hofmann in der aktuellen Ausgabe von "energiespektrum".

Anke Lüders-Gollnick

 
 
 
Sören Hantke / Dietmar Gollnick
 04.07.2017

Hubschrauber über Würzburg. Der Main mit Hochwasser.

Krisenkommunikation als Forschungsprojekt und in der praktischen Übung. e*Message als Industriepartner dabei.

Für Unternehmen mittlerer Größe ist es nicht immer einfach, an Forschung teilzunehmen. Oft stehen die kurzfristigen Kundenbedürfnisse und die Produkte, und bei e*Message der sichere Betrieb des landesweiten Funknetzes in Deutschland und Frankreich im Mittelpunkt. Deswegen nehmen wir eine Institution wahr, die genau darauf zielt, die energiegeladene Initiative des deutschen Mittelstandes bei Forschung und Entwicklung zu nutzen.

Unsere Partner aus den Hochschulen und der Wissenschaft und die aus den Hilfsorganisationen wie DRK, ASB und Johanniter wissen unsere Mitarbeit beim Projekt K3 (gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, zu den Beweggründen hier mehr: www.sifo.de) sehr zu schätzen und verlassen sich auf den durch e*Message bearbeiteten Kommunikationsteil. Ziel des K3-Projekt ist es, die Frage zu beantworten, ob es sinnvoll ist, den im Krisenfall handelnden Personen möglichst viele Informationen zur Verfügung zu stellen bzw. welche Nachrichten einen Mehrwert haben. So beschäftigt sich ein Teil des Projektes mit der Gewinnung von sinnvollen Informationen aus den Sozialen Medien, ein weiterer soll die ungebundenen Helfer organisieren und ein dritter Teil versucht, zusätzliche Informationen der professionellen Helfer zu sammeln, aufzubereiten und darzustellen, ohne diese bei ihrer eigentlichen Aufgabe zu stören. In diesem Bereich arbeiten wir mit unseren Partnern daran, ein Gerät, welches eigentlich bei allen Hilfsorganisationen vorhanden ist (Pager), im Funktionsumfang so zu erweitern, dass es im Einsatz weiter verwendet werden kann und sinnvolle Informationen sammelt. e*Message hat in diesem Zusammenhang die Infrastruktur konzipiert und entwickelt, die die Anbindung eines Rückkanals vom Pager ermöglicht. Außerdem haben wir eine Benutzeroberfläche geschaffen, die die durch den Pager gesammelten Informationen anzeigt und die Meldungen an den Pager versendet.

Am vergangenen Samstag war Ernstfall. Die vielen Partner mussten in der (zu übenden) Praxis die Zusammenarbeit und das Zusammenspiel der Komponenten beweisen. Über Würzburg kreiste der Hubschrauber. Die Wasserwacht war alarmiert, um die beiden Beobachtergruppen trotz starker Strömung und kleinem Zeitfenster zu den drei Brennpunkten der Übung über den Main bringen zu können. Spannend. Und nur mit der moderneren der Rettungswesten wurde der Zutritt vom strengen Bootsführer erlaubt.

K3 Einsatzübung - BRK Wasserwachtzoom
K3 Einsatzübung - BRK Wasserwacht

Auf der anderen Main-Seite galt es, die Zelte aus der Bedrohungssphäre des Hochwassers zu bringen. Das „Afrika-Festival“, das vor vier Jahren aufgrund der Wassermassen fast „absoff“, wurde simuliert. Ungebundene Hilfskräfte mussten in die Bewältigung der Katastrophe eingebunden werden. Und dann kam auch noch ein Grillunfall mit traurigen Begleiterscheinungen dazu. Wie sollte man in diesem Szenario mit Nachrichten aus den Sozialen Medien umgehen? Nicht immer war trennscharf zwischen Fake-News und hilfreichen Hinweisen zu unterscheiden.

Ein realistisches Szenario am Fuße der malerischen Festung Marienberg und nicht im Zentrum der Barockstadt, aber auch nicht mehr als 1,5 km entfernt von der Alten Brücke.

Pager im Einsatzzoom
Pager im Einsatz
Einsatzkräfte beim Abbau der Zeltezoom
Einsatzkräfte beim Abbau der Zelte
 

Aus dem  2 km entfernten und gut mit Häppchen versorgten Krisenstab wurde die Alarmierung der Einsatzkräfte ganz klassisch über Pager realisiert. Neu war allerdings, dass der Aufenthaltsort der Einsatzkräfte über die GPS-Ortung der e*Message 2-Wege-Page direkt an den Stab übermittelt wurde. Auch der Status der Einsatzkräfte wurde über den Rückkanal der Pager automatisch übertragen und sorgte so für Entlastung des Stabs, da die Standorte der Einsatzkräfte und deren Status automatisch auf einer Karte dargestellt wurden. Außerdem wurde die Antwortfunktion, die ebenfalls über den Rückkanal realisiert wird, intensiv genutzt, um schnell und ohne den Sprechfunk zu belasten, Informationen von den Einsatzorten an den Stab zu übermittelt. Größte Spannung herrschte bei uns, als der Notruf vom Grillunfall eintraf und der Pager einen weiteren Mehrwert im Einsatz beweisen musste.

K3 Einsatzübung - Stabzoom
K3 Einsatzübung - Stab
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K3 Einsatzübung - Koordination der Helfer
 

Ergebnis: Alles gut gemeistert. e*Message war durch zwei auch sonst im Entwicklungsprojekt eingebundene Kollegen im Stab und in der Evaluierungsgruppe vertreten. Die im Projekt konzipierte und implementierte Version der Multichannel-Lösung arbeitete sehr stabil. Die entwickelten Zusatzfunktionen für den 2-Wege-Pager und die automatische Aufbereitung der gesammelten Zusatzinformationen wurden vom Stab als sehr hilfreich  angesehen. Die Kommunikation zwischen Stab und den einzelnen Einsatzabschnitten wurde großenteils über die 2-Wege-Pager realisiert. Hier und da sind in Abstimmung mit den Hilfsorganisationen sicher noch Kleinigkeiten zu verbessern. Insgesamt wurde das Projekt aber sehr positiv gesehen. Schwer dazustellen, aber ebenfalls genutzt wurde die für den Benutzer nicht erkennbare Redundanz der Pager, die sowohl im e*Message-Netz als auch im GPRS (GSM/LTE) – Mobilfunknetz gleichzeitig arbeiteten und so die Ausfallwahrscheinlichkeit gegenüber Alarmierung nur über ein Medium auf unter ein Hundertstel drückt. Diese letzte Eigenschaft scheint eine sehr wichtige zu sein.

Nach diesen positiven Test-Ergebnissen werden viele der genutzten Funktionen in nächster Zeit in e*Message-Produkte einfließen.

Besonderer Dank an die vielen Ehrenamtlichen, die für diese Übung in ihrer Freizeit zur Verfügung standen, an die Organisatoren vor Ort, an Uwe Kippnich vom Bayerischen Roten Kreuz und Louisa Schneider aus der DRK-Zentrale in Berlin.

Wir haben mit vielen Anwesenden gesprochen. Mit vielen werden wir auch die Zusammenarbeit weiter intensivieren.

Und Mittelständler können auch forschen. Im Verbund mit Hochschulen und Hilfsorganisationen. Mit Erfolg, Herzblut und Erkenntnisgewinn für alle.

Ganz wichtig der Hinweis auf den Twitter-Hashtag
Klar, dass bei einer Krisenkommunikationsübung heute die Sozialen Medien nicht nur im Mittelpunkt stehen, sondern auch genutzt werden und weitere Auskünfte geben.

Sören Hantke & Dietmar Gollnick

 
 
 
Jens Köhler
 29.05.2017

Sonne, blauer Himmel und rote Taschen in Bremen - e*Message auf der vfdb Jahrestagung

Bei überwiegend frühsommerlichem Wetter fand die vfdb Jahrestagung 2017 in Bremen statt. In dieser übersichtlichen Stadt fiel es schon auf, als einige Hundert Teilnehmer mit ihren roten Tagungstaschen drei Tage lang unterwegs waren und somit das Stadtbild mit bestimmten.

Beim vfdb treffen sich Vertreter des Brandschutzes, Forschungsinstitute, Fachbereiche der Universitäten, Stadt- und Kommunalverwaltungen, Ministerien, Verbände, die Industrie und weitere mit den Themen Brandschutz, Sicherheit, Krisen- und Notfallmanagement befasste Einrichtungen.

Schwerpunkte in diesem Jahr waren u.a. die Herausforderungen bei neuen Bedrohungen und die Erfahrungen aus Anschlägen und Amokläufen in den vergangenen Monaten, neue Methoden der Einsatzplanung und –taktik, Methoden der Branderkennung in der Zukunft, Auswirkungen von Fukushima, die Diskussion zum „zweiten Rettungsweg“, digitale Technologien für die Sicherheitsorganisationen, die Nutzung sozialer Medien in der Gefahrenabwehr, Ergebnisse aus Forschungsprojekten zur Erhöhung der Resilienz von Ballungsgebieten bei Stromausfällen (INTERKOM), interorganisationale Krisenstabsübungen (AlphaKomm) und Einsatz ungebundener Helfer in Großschadenslagen (PRAKOS).

vfdb-Präsident D. Aschenbrenner (2. v. r.) und Vizepräsidentin A. Hofmann Böllinghaus (M.) am e*Message-Standzoom
vfdb-Präsident D. Aschenbrenner (2. v. r.) und Vizepräsidentin A. Hofmann Böllinghaus (M.) am e*Message-Stand
Rote Taschen in Bremen
Rote Taschen in Bremen
 

Die Themen Kommunikation und Alarmierung bildeten zwar nicht die Schwerpunkte in den Vorträgen und Gesprächen, spielten aber immer wieder eine Rolle. Als Vertreter von e*Message traf ich einige Anwender unserer Alarmierungsdienstleistungen und hoffe bei neuen Kontakten das Interesse daran geweckt zu haben. Im Gespräch mit vfdb-Präsident Dirk Aschenbrenner waren wir uns einig, dass ein professioneller Netzbetreiber mit deutschlandweiter Verfügbarkeit als Dienstleister Alarmierungs- und Kommunikationsnetze durchaus effektiver, ressourcensparender und sicherer betreiben kann, als es mit vielen Einzelnetzen möglich ist.

Die e*Message-Gruppe und ich persönlich sind eng mit der Stadt Berlin verbunden und damit auch besonders über den Terroranschlag im Dezember 2016 am Breitscheidplatz schockiert. In einem rethorisch und inhaltlich spannenden Vortrag hat Landesbranddirektor Wilfried Gräfling über die Minuten und Stunden nach dem Anschlag berichtet und Schlußfolgerungen sowie Konsequenzen insbesondere aus Sicht der Feuerwehr und des Rettungsdienstes erläutert. Dieser Vortrag stärkte das Vertrauen und die Überzeugung, dass die Berliner Feuerwehr auf derartige Ereignisse vorbereitet war und ist und sich die Bevölkerung auf Professionalität und Einsatzbereitschaft verlassen kann.

Neben fachspezifischen Themen auf der Tagung sowie bei der Ausstellung gab der „Bremer Abend“ im Übersee-Museum bei Bremer Bier und Fingerfood Einblicke in die Kulturen der Welt. Einzigartige Exponate holen ferne Kontinente in die Stadt an der Weser. 

Jens Köhler

 
 
 
Hartmut Ilse
 12.05.2017

Zählen, Messen, Prüfen - e*Message auf dem Fachkongress ZMP

Erneut hat sich die Stromnetz-Branche sehr zahlreich zum FNN-Fachkongress vom 10. - 11. Mai 2017 in Leipzig versammelt. Auch e*Message war mit seinem e*Nergy-Strompager erstmals mit einem Stand auf der Kongressausstellung dabei.

Alle sind in großer Erwartung angereist, um zu erfahren, welche Fortschritte es neun Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW) beim Smart Meter Rollout gibt. Man möchte wissen, was die nächsten Meilensteine der Roadmap zum Aufbau des intelligenten Stromnetzes sind und wann mit welchen zertifizierten Komponenten der intelligenten Messsysteme am Markt zu rechnen ist. Das Fachkongress-Programm offerierte dazu viele interessante Beiträge. Das Fazit des ersten Kongresstages war jedoch sehr ernüchternd:

  1. Die politisch Verantwortlichen sind der Meinung, dass man mit den vorliegenden Standards die Voraussetzungen einer für Europa vorbildlichen Smart Meter Gateway(SMG)-Kommunikations-Plattform geschaffen hätte.
  2. Die praktische Umsetzung müsse jedoch in einem Stufenprozess (Geräte-Generation 1 und Interims-Marktkommunikationsmodell ab Q4´17 und G-G 2 mit dem Ziel-Marktkommunikationsmodell ab Q4´19) erfolgen, da immer wieder neue Anforderungen, neue Funktionen bedingen.
  3. Damit diese Vorgehensweise zum Erfolg führen kann, ist jedoch die Sicherstellung eines Migrationspfades, die Möglichkeit des Software-Upgrades für alle Komponenten des iMSys sowie des SMG-Adminstrators, unbedingt zu gewährleisten. Ist das realistisch?
  4. Als eine wesentliche Herausforderung wurde in mehreren Beiträgen auf die unzureichende kommunikative Einbeziehung der Stromnetz-Endkunden hingewiesen. Bis zu 66% der Kunden haben keine Vorstellung davon, was mit dem intelligenten Stromnetz auf sie zukommt.
  5. Es ist bisher kein breiter Endkundenbedarf geweckt worden. Der Mehrwert / Nutzen des Letztverbrauchers aus der Einführung des intelligenten Stromnetzes, verbunden mit Mehrkosten, ist schwer kommunizierbar.
  6. Eine sogenannte „Killer-Application“ für den Erfolg des intelligenten Netzes beim Letztverbraucher hat sich noch nicht herauskristallisiert.
  7. Ungeachtet dieser Situation wurde von vielen Vortragenden gefordert, mit den verfügbaren Interims-SMG doch größere praktische Einsatzfälle zu beginnen, um echte Erfahrungen zu gewinnen und die bekannten Wissenslücken Schritt für Schritt aufzuarbeiten. Offen bleibt dabei jedoch meist, wer die Kosten dieser Erfahrungssammlung decken wird.

Vom „Steuern“ / „Schalten“ mittels iMSys wurde bei vielen Referenten ausgegangen, aber dazu sind die Anforderungen noch immer nicht klar und ein Lastenheft für die SMG-Steuerbox noch immer nicht verabschiedet. Aber bis zur Verfügbarkeit (Zertifizierung) einer standardisierten Steuerbox, die den Zuverlässigkeitsanforderungen einer Stromnetzsteuerung entspricht, werden noch Jahre ins Land gehen.

Darum können wir mit Fug und Recht weiterhin die sofortige Anwendung unseres Strompagers, auch in Zukunft als in das Smart Grid integrierbare Lösung, für das netzdienliche Schalten offerieren.

e*Message-Stand auf der ZMP-Ausstellungzoom
e*Message-Stand auf der ZMP-Ausstellung
Demonstration des e*Nergy-Strompager-Systemszoom
Demonstration des e*Nergy-Strompager-Systems
 

Die e*Message-Teilnahme an der Ausstellung zum FNN-Fachkongress ZMP 2017 war darum die richtige Entscheidung. Hier ist der Raum und die Zeit gegeben zur Vertiefung der Kontakte mit den Strompager-Lösungsinteressenten, -Partnern und -Anbietern, gerade im Lichte des sich hier verdeutlichenden schwierigen und langwierigen Pfades bis zur zerifizierten Bereitstellung einer SMG-Steuerbox.

Hartmut Ilse

 
 
 
Dietmar Gollnick
 04.05.2017

Kritische Kommunikation – Aktueller denn Je

Statt Frühling arbeitsame Schneetage. Europa-Meeting der CMA in der Schweiz.

Gute Tradition ist es, sich im Frühjahr in überschaubarem Arbeits-Kreis mit dem European Chapter der Critical Messaging Association zu treffen. Nach Warschau, Berlin, Mailand und Prag dieses Mal beim gemeinsamen Gesellschafter von Swissphone und e*Message am schönen Zürichsee in der Schweiz.

Die Jogging-Sachen auszupacken habe ich nicht vermocht. Zwei Gründe: Schnee Ende April in Zürich (ein recht wundersamer Vorgang) und das sehr enge Programm.

Alle Kollegen wollten (und mussten) zu Worte kommen. Einige mit Präsentationen, alle mit Einwürfen, Diskussionsbeiträgen und engagierten konstruktiven Hinweisen während der beiden Tage.

Begonnen wurde die Tagung mit der Vorstandssitzung und der Mitgliederversammlung, die auch für die nächsten drei Jahre den Vorstand der mit kritischem Messaging in Europa befassten Fachkollegen wählte. Es sind dies: Derek Banner als Vorsitzender (Chairman) des Board of Directors sowie Linda Cox, Chris Jones, Johan Agren, Dietmar Gollnick, Jim Nelson, Kirk Alland als weitere Mitglieder.

Gastgeber war dieses Jahr die Swissphone in der Schweiz. Nach mehrmaligem Führungswechsel haben sie jetzt wieder einen super-gestandenen Mann des Pagings dort, Angelo Saccoccia, der als Gastgeber einige Dinge besonders hervorhob. Dazu zählten unter anderem die Erfahrungen von Kunden, die zeitweilig nur auf schicke Handy-Anwendungen setzten und im Fall der Fälle aufgeworfen waren. Besonders eindringlich war dabei die Erinnerungen an zwei Terroranschläge: den lange zurückliegenden in London, bei dem der National Health Services erst die Anzahl der Pager verringert hatte, aber sofort nach den schrecklichen Ereignissen vervielfachte und die Ereignisse in Brüssel im Jahr 2016, wo einzig Paging, nicht aber BOS-Digitalfunk oder gar LTE-Kommunikation per Handy reibungslos funktionierte.

Die Kollegen der Sicherheitskräfte in Belgien und den Niederlanden haben gerade ihre Paging-Netze hardwareseitig erneuert. Leider nicht mit Swissphone-Technik, wie A. Saccoccia etwas bedauerte.

D. Banner, Chairman CMA-E (l.), J. Nelson, President CMA-A (r.)zoom
D. Banner, Chairman CMA-E (l.), J. Nelson, President CMA-A (r.)
A.Saccoccia, Swissphonezoom
A.Saccoccia, Swissphone
 

Vorträge kamen von Multitone und PageOne aus Großbritannien. Rupert Johnson von Multitone, dem wichtigen Hersteller u.a. für Pager im Gesundheitswesen berichtete über einen Teil der umfangreichen Arbeiten zur EU-konformen Standardisierung von Endgeräten. Die Arbeiten bei ETSI und CEPT aus der jüngsten Zeit zeugen davon, dass Narrowband Point-to-Multipoint (Abk. NP2M) mit dem Untermerkmal Paging jedenfalls um einige Jahrzehnte jünger sind als die Erststandardisierung der zellularen Systeme. Chris Jones von PageOne, dem landesweiten Messaging-Operator und seit kurzer Zeit Tochterunternehmen des börsennotierten Outsourcing-Spezialisten Capita plc. gab bekannt, dass der Paging-Teil des Geschäftes unter der Leitung von Chris gemeinsam mit dem des britischen Mobilfunkbetreiber Vodafone weiter laufen wird. Die Vorträge aus dem Vereinigten Königreich waren so wie die nachfolgenden aus Israel von drei Schwerpunkten gekennzeichnet:

  1. Die Anforderungen an kritische Kommunikation sind nach den Ereignissen der 2015 bis 2017er Jahre noch höher geworden.
  2. Alle Kommunikationsmittel sollten genutzt werden und dann auch so sicher wie irgend möglich.
  3. Ohne Paging geht nichts, wenn man diversifiziert, angriffsgesichert und ausfallsicher kritisch kommunizieren will und muss. Es geht um separate mobile Netz. Mehrere SIM-Karten reichen nicht.

Zu den Vorträgen aus dem Nahen Osten berichten wir in geeigneter Form später und außerhalb dieses Beitrages.

Einen großen Teil des Nachmittags bekam das Thema LTE und damit zusammenhängende Kooperationsmöglichkeiten und die Weiterentwicklung von standardnahen Lösungen für sicherheitskritische Anwendungen. So ausführlich wie zum gegenwärtigen Zeitpunkt das möglich war. Allein dieser Vortrag war es sicher wert, ins ungemütliche Zürich zu kommen. Allerdings lässt die relativ begrenzte Teilnehmerzahl Unterbrechen und sofortiges Nachfragen zu – wo hat man das sonst schon. Übrigens ein Grund, warum der eine oder andere sich gegen eine mögliche Vergrößerung des Formates aussprach.

C. Jones, PageOnezoom
C. Jones, PageOne
D. Villacastin, TPL Systemszoom
D. Villacastin, TPL Systems
 

Teilnehmer von Übersee waren auch anwesend. Hinter mir saß Roy Pottle. Er ist CEO des wohl weltweit zweitgrößten Paging-Betreibers in den USA. Mit Sitz unweit von Dallas, TX. Wie immer etwas verschieden akzentuierte Themen auf beiden Seiten des Ozeans, wobei man von der Kompetenz der US-Kollegen im Gesundheitsbereich immer lernen kann. Wie berichtet, vergrößert American Messaging gerade sein Einzugsgebiet und nähert sich weiter der Flächendeckung an, die wir in Deutschland zum Beispiel haben. Dazu wurde auch zugekauft, siehe Blog-Beitrag.

Wichtiger Teil des zweiten Tages war die mögliche Kooperation mit und auch die Einschätzung der Chancen von (neuen?) Kommunikationslösungen für die prognostizierten vielen Milliarden Dinge des Internet of Things. Die französischen Initiativen Sigfox und Lora scheinen in der Wirklichkeit angekommen zu sein. Der Hype ist etwas abgeklungen und die konkretisierten Teilgeschäftsfelder werden noch genauer in Betracht genommen. Beim Downlink (also vom Sendestandort zu den „Dingen“), bei der Verfügbarkeit von verbindlich und exklusiv zugewiesenen Frequenzbereichen und bei den Geschäftsplänen für den Netzbetrieb gibt es vielleicht mehr als nur einige Probleme des Wachstums. Um so interessanter dort, wo es sich anbietet über Kooperationen mit NP2M nachzudenken. Einige interessante Ideen, die teilweise aus diesem Stadium bereits hinaus sind, sprach David Villacastin aus dem sowohl mit Historie als auch mit Innovation glänzenden Südwesten Frankreichs an. Er ist Managing Director von TPL Systems.

Wie immer waren die Rund-Tisch-Themen zu Marketing- und Technik-Schwerpunkten heiß diskutierte Teile des Europa-Meetings der CMA. Nicht alle Details sollen verraten werden, aber beim Internet-Auftritt ist Besserung gelobt worden. Obwohl … Geheimtipps verkaufen sich manchmal sogar besser.

Dietmar Gollnick

 
 
 
                     
Dietmar Gollnick
 06.04.2017

Die Attraktivität der etwas anderen Kommunikation – unverzichtbar und nicht zu ersetzen

Wir sind nicht Mainstream.

Unsere Unternehmensgruppe ist Mobilfunkbetreiber, landesweit sowohl in Deutschland als auch in Frankreich. Unsere Netzinfrastruktur kann Narrow Band Point to Multipoint (NP2M , ein Teil davon: Paging). Diese Technologie kann viel, aber bei weitem nicht alles. Wie mir bisher noch nie ein Produkt untergekommen ist, das alles kann.

Immer mal wieder streiten wir über den besten Weg, wie wir potenzielle Funkteilnehmer noch besser überzeugen können, gerade e*Message-Dienste zu nutzen. Letztens war wieder einmal solch eine Diskussion. Da wir nichts zu verheimlichen haben, hier ein paar Ergebnisse:

  1. Unabhängigkeit  
  2. Flächendeckung  
  3. Eigenes Netz, ein richtiges Funknetz  
  4. An viele gleichzeitig mit garantierter Zustellzeit  
  5. Downlink  
  6. Easy to Use  
  7. Viele andere Vorteile  
  8. Über den Reiz von All-In-One  
  9. Mehr  Bausteine für All-In-One

Das vollständige Dokument mit ausführlicher Dokumentation und weiterführenden Links finden Sie hier:

Warum NP2M Paging (dt.)
Why NP2M Paging (engl.)

Dietmar Gollnick

 
 
 
Anke Lüders-Gollnick
 30.03.2017

BETD 2017: Kaliforniens Energieminister bei e*Message

Die globale Energie-Elite trifft sich jedes Jahr in Berlin, um im Rahmen der Veranstaltungsreihe Berlin Energy Transition Dialogue (BETD) Konzepte für eine intelligente Energiewende zu gestalten.

Die Bundesregierung und die Deutsche Energie-Agentur (dena), der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) und eclareon veranstalteten am 20. und 21. März 2017 die dritte internationale Energiewende-Konferenz im Auswärtigen Amt, den Berlin Energy Transition Dialogue 2017 (BETD). Unter dem Motto „towards a global Energiewende“ trafen sich internationale Entscheidungsträger der Energie- und Außenpolitik, Industrie, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie die wichtigsten globalen Energieexperten. Sie besprachen die aktuellen Entwicklungen der Energiepolitik, innovative Politikmechanismen, neue Investitionsmöglichkeiten sowie zukünftige Geschäftsmodelle, die sich aus der globalen Energiewende ergeben.

Teilnehmer der BETD-Tour 2017
Teilnehmer der BETD-Tour 2017
R. Weisenmiller (l.) und D. Gollnick (r.)
R. Weisenmiller (l.) und D. Gollnick (r.)
 

Am Dienstag, dem Tag der „Site Events“, besuchte eine größere Delegation den e*Message-Standort in Berlin-Prenzlauer Berg. Die Teilnehmerliste bekamen wir erst einen Tag zuvor. Insofern keine Zeit für Aufregung. Unter den Gästen war auch der Energie-Minister des US-Bundesstaates Kalifornien. Wie sicher bekannt, ist man dort im Südwesten sehr engagiert mit der Verwirklichung von Teilen einer Energiewende befasst. Im Unterschied zu manch anderen Staaten und zur Regierung in Washington. Umso mehr hat uns gefreut, dass Energieminister Robert Weisenmiller gerade auch die Geburtsstätte der Strompager-Lösung als Besuchsziel ausgewählt hatte. Fragen rankten sich unter anderem um die Wirtschaftlichkeit, politische Umsetzbarkeit und Sicherheit der e*Message-Lösung. Übereinstimmung bestand darin, dass man weder mit dem Zollstock das Licht schaltet noch allein mit Smartmeter netzdienlich schalten kann.

Großes Interesse also bei allen Teilnehmern, die dieses Mal u. a. aus Indien, Frankreich, der Ukraine, Südafrika und aus den USA kamen.

Details unserer Präsentation finden sich hier: "Secure and reliable control of distributed entities in the smart grid"

Anke Lüders-Gollnick

 
 
 
     
Wilfred Kranich
 15.03.2017

e*Cityruf mit OAS auf der LogiMAT 2017

Es ist Frühling in Stuttgart. Und passend dazu zeigt auch in diesem Jahr die Logistikmesse LogiMAT vom 14.-16.03. 2017 wieder frische Lösungen und Produkte zur Optimierung innerbetrieblicher Prozesse.

Zum wiederholten Mal ist die LogiMAT auf dem Messegelände Stuttgart gut besucht und das Interesse der Messegäste an innovativen und bewährten Lösungen zur Prozessoptimierung groß.

In Halle 7 sind Aussteller zu finden, die schwerpunktmäßig IT-Lösungen anbieten. Wie auch in den Jahren zuvor sind die großen IT-Anbieter wie Inform, inconso, unser Alarmierungskunde Salt Solutions oder SSI Schäfer, stark umlagert. Aber auch der Stand der OAS AG, auf dem ich als Gast bin, war gut besucht. Wir sind natürlich mit dem Thema Yard-Management in einer spezialisierten Anwendung angesiedelt und werden nur von denen besucht, die gezielt zu diesem Thema suchen. Nichts desto trotz ist die Neugier groß.

Die OAS AG hat ihre browserbasierte Software weiter verbessert, was durch die Messegäste mit Interesse aufgenommen wird. Fast alle Besucher lassen sich gern die auch auf unseren e*Cityruf-Geräten basierende Demonstrationslinie erläutern. Entsprechend lang ist die Verweildauer der Interessenten, denen die Linien eines automatisierten LKW-Hofmanagements praktisch vorgeführt werden - inklusive des Aufrufs unserer Funkrufempfänger und mit Hilfe der 7 auf dem Messestand vorhandenen Terminals.

Messestand von OAS
Messestand von OAS
Logistik-Terminal von OASzoom
Logistik-Terminal von OAS
 

Die Kollegen der OAS AG, die einen guten Kontakt zu den Kunden haben, bewerten unseren verbesserten Primo 3 sehr positiv. Die sofortige Anzeige der Nachricht (also des Ziels, wohin gefahren werden soll) ohne dass zusätzlich Tasten bedient werden müsssen, wird von den Nutzern als sehr vorteilhaft beurteilt. Eine kleine Innovation aus unserem Haus, die die Akzeptanz unserer Anwendung weiter vorantreibt.

Weitere Informationen zum Hofmanagement mit e*Cityruf finden Sie hier: Optimale LKW-Koordination mit e*Cityruf

Wilfred Kranich

 
 
 
Feliks Vainik / Hartmut Ilse
 16.02.2017

e*Message auf der E-world energy & water in Partnerkontakt

Die E-world energy & water hat ihre Bedeutung als Europas Leitmesse der Energiewirtschaft hervorgehoben: Mit 710 Ausstellern aus erstmals 30 Nationen zeigten so viele Unternehmen wie noch nie vom 7. bis 9. Februar 2017 auf der Messe in Essen ihre Lösungen für die Zukunft der Energiebranche.

Smart Energy – die Vernetzung und Steuerung von Stromerzeugung, Speichersystemen und Verbrauchern – war das bestimmende Thema zahlreicher Aussteller. Allein in diesem Bereich präsentierten 150 Unternehmen ihre Lösungen, unter anderem auch die e*Message-Partner Bosch Software Innovations, Honeywell Elster sowie IK Elektronik. Von ihnen wurde insbesondere die Komplementarität von intelligentem Messsystem und e*Nergy Steuerung ergänzend zu ihren technischen Präsentationen hervorgehoben.

In unseren zahlreichen Gesprächen mit führenden Smart Metering Lösungsanbietern wurde dies auch immer wieder bestätigt. e*Nergy bietet schon heute, basierend auf den BSI Sicherheitsanforderungen den richtigen Ansatz für ein zukunftsträchtiges Steuer- und Schaltverfahren. Im Gegensatz zu anderen Verfahren ermöglicht es bereits jetzt eine echte Massenschaltung und -steuerung. Darauf basierend konnten wir mit einer Reihe von Lösungsanbietern Folgetermine zur Beratung von e*Nergy-Integrationsmöglichkeiten in deren Lösungsangebote vereinbaren.

Die Präsentationen unserer e*Nergy-Partner auf deren Messeständen waren für die am Strompager interessierten Energieversorger und Stadtwerke sehr gute Anlaufpunkte, um den möglichen Einsatz der e*Nergy-Lösung anschaulich demonstriert zu bekommen. Es ist ja immer wieder wesentlich überzeugender, eine verbal beschriebene Lösung in Funktion zu sehen.

Präsentation der Strompager-Lösung bei Bosch SIzoom
Präsentation der Strompager-Lösung bei Bosch SI
Strompager auf dem Stand von Honeywell Elsterzoom
Strompager auf dem Stand von Honeywell Elster
Erläuterung zum Strompager auf dem Stand von IK Elektronikzoom
Erläuterung zum Strompager auf dem Stand von IK Elektronik
 

Feliks Vainik & Hartmut Ilse

 
 
 
Dietmar Gollnick
 06.02.2017

Kein Alter für erfolgreiche Alternative aus Wuppertal für die Welt

Wie die Schwebebahn: Klingt angehoben, ist aber notwendig, sinnvoll, bodenständig und profitabel. 30 Jahre Riedel Communications Wuppertal


Hat er vielleicht doch etwas verschwiegen? Hatte mich gefreut über die Nachfrage, ob wir uns nicht, wie jedes Jahr wieder versucht, am Wochenende mal treffen wollen – in Berlin. Weniger erfreut über die hier zur Zeit übliche grippale Erkältung schleppte mich mein Auto zum Alex. Und wir hatten ein paar Stunden Zeit im Café Einstein zum Gespräch.

Thomas Riedel ist „exotisches“ Urgestein der alternativen Telekommunikation. Er ist Entrepreneur wie man ihn nur jeder Schulklasse jeder Klassenstufe zum Vortrag empfehlen kann. Er hat manche Sachen richtig gemacht und ist aus einigen Risiken mit Können und Fleiß erheblich gestärkt hervorgegangen.

Angefangen hat Riedel Communications mit Event Intercom. Braucht man, um Versammlungen, Vorführungen, Sportveranstaltungen etc. auch kommunikationsseitig abzusichern.

Kennengelernt haben wir uns in den wilden 90ern beim Bündelfunk, dem Pflänzchen der Liberalisierung im Mobilfunk für Mittelgroße. Riedel war immer anders und machte – jedenfalls aus meiner Sicht – immer genau das, was er am besten konnte. Wo er ein bisschen drin war, drehte er sich tiefer rein. Flächendeckende Funknetze mit Bestand ließ er andere bauen. Manche hatten Erfolg (RegioKom oder e*Message und e*Dispatch in Berlin zum Beispiel), andere hatten zu große Kostenfinger wie die ganz großen Energieversorger oder zu kleine Kapitalbasis wie der eine oder andere Funkfachhändler.

Thomas Riedel machte seins und das richtig: Immer den „Events“ hinterher. Ich glaube fast, bei Formel1 oder RedBull kaufen sie  jetzt sogar die Briefmarken nur noch über Riedel Communications – Vertrauen eben und Kommunikation.

Thomas Riedel in seiner Wuppertaler Firmenzentralezoom
Thomas Riedel in seiner Wuppertaler Firmenzentrale
Riedel Communications im Einsatzzoom
Riedel Communications im Einsatz
 

Beeindruckend auch: hat er doch „einfach“ das Werksgelände von Ex-Quante in Wuppertal erworben. Heute nutzt Riedel die Hälfte davon selber und viele seiner weltweit 500 Mitarbeiter sind in der Lieblingsstadt im Bergischen tätig. Für die Versicherungsbranche und wohl auch die Stadtverwaltung wurde nebenbei mal schnell der Rechenzentrumsbetrieb aufgebaut und zusätzlich der Betrieb übernommen …

Hut ab.

Was auch so noch zu lernen ist, außer „Never give up“: „Be different“ – Kommunikation für Profis gibt es eben nicht von der Stange. Und wenn sich der eine oder andere, auch Große verabschiedet, die zur Branche passenden Mittelgroßen sollten mit Selbstvertrauen ihre Wertschöpfungstiefe vergrößern, die gewisse „Demokratisierung“ des Zugangs zum Kunden durch Social Media positiv aufnehmen.

Eine Frage war mir wegen der Unterbrechung des Familiensamstages aufgetragen worden: Wann ist denn die nächste Feier, nämlich die zum 30. Jahrestag von Riedel Communications? Hier war Thomas Riedel dann etwas zurückhaltend, aber …
… ein Tweet der Agentur https://twitter.com/dgo1252/ verrät es: Er muss erst ein paar Tage her sein: Der Jahrestag.

Herzlichen Glückwunsch an einen Kollegen und seine Super-Mannschaft zum 30jährigen Firmenjubiläum.

Dietmar Gollnick … mittlerweile von der Grippe genesen

P.S. Bei einer Frage habe ich dann auch etwas geschummelt: Wir sind leider nicht in der neuen Blauen Schwebebahn gefahren. Ihr seid ja berechtigt stolz drauf. Da kann man ja nicht klar nein sagen ;-).

Wuppertaler Schwebebahnzoom
Wuppertaler Schwebebahn
 
 
 
Anke Lüders-Gollnick
 02.02.2017

Veränderungen in den Vereinigten Staaten

Aus Drei mach Zwei. Direktes Messaging wird stärker.

Gestern Nacht erreichte uns die erste Email von Ted McNaught: Critical Alert hätte seinen Paging-Teil sehr sinnvoller Weise an American Messaging abgegeben und konzentriert sich jetzt auf den die Krankenhaus-Anwendungen steuernden Software- und Service-Teil. Aber Freunde blieben sie natürlich, ob dort oder dort (ein bisschen polarisierend zur Zeit dort – sie wohnen im Sommer im Norden (US-Staat Maine) und im Winter im Süden (Florida)).

Ted McNaught ist Urgestein des amerikanischen Pagings, Gründer und wichtiger Aktionär von Critical Alert und war bis gestern Herrscher über das drittgrößte US-amerikanische Paging-Netz. Er war lange Zeit Präsident der Critical Messaging Association – Americas. Auch wir berichteten beispielsweise hier darüber.

In den USA ist Spok (vormals USA Mobility) einziger börsennotierter und (bis gestern?) größter Pagingnetz-Betreiber. Hauptsitz ist Alexandria bei Washington. Die Kollegen und Freunde um Roy Pottle von American Messaging (seit gestern wieder erheblich gewachsen) haben ihren Hauptsitz in Forth Worth bei Dallas in Texas und sind zweitgrößter Betreiber. Dann gibt es noch viele profilierte, selbständige und kreative Betreiber in den „Regionen“. Als Beispiel sei Indiana Paging rund um Chicago genannt.

Zum Bewerten dessen, was in den USA passiert, muss man dichter heran gehen.

Haupt-Kunden der Kollegen dort sind das Gesundheitswesen und die zum Teil „halbe Städte“ einnehmenden Kliniken. Die Funkversorgung ist anders als bei e*Message in Deutschland und Frankreich selbst bei den ganz großen US-Betreibern nicht so einheitlich und gleichmäßig. So, dass die Fusion zugunsten von American Messaging nun vielleicht ein Schritt auf dem Weg sein kann, Amerika groß zu machen … von „again“ aber keine Rede.

Wir gratulieren unseren Kollegen zu den Entwicklungen und werden in der Zukunft weiter voneinander profitieren. Wir verstehen die unterschiedlichen Bedingungen und können deshalb auch gut von zutreffenden Dingen viel lernen. Ein Projekt sollten wir vielleicht wieder angehen: Die Wetterstationen nicht nur in Europa, sondern auch in den USA auf dafür bestens geeigneter NP2M-Technologie laufen zu lassen. Die WiFi-basierten Stationen „funktionieren“ dort zumindest wirtschaftlich nicht so gut. Denn: Die Paging-Funkversorgung ist nun in den USA wieder ein Stück besser geworden.

Dear Ted and Roy, congratulations, all the best for your teams. Luck. Health. Business Success.

Wünsche aus Europa – aus Berlin und Le Chesnay

Anke Lüders-Gollnick

 
 
 
Dietmar Gollnick
 23.12.2016

Wasser fließt nicht nach oben. POCSAG sollte in alles, was sich Pager nennt.

Kurzfristig und stark verkürzt war ich nur am letzten Tag auf der PMRExpo in Köln. Umso mehr galt es die vielen Bekannten zu sprechen und die Stände zu besuchen.

Beim Stand von Airbus Defense kam mein Twitter-Fotohandy () in Konflikt mit einem Scenaristen. Der lief mir dann hinterher (Freude !) und stellte sich als Gert Jan Wolf heraus. Wer ist das? Gert Jan betreibt – in englischer Sprache – gute bekannte Spezialportale zum Professionellen Mobilfunk. Tetra und LTE kann man da finden. Paging – noch – nicht. In der Critical Messaging Association diskutieren wir schon eine Weile, ob und wie wir Gert Jan animieren sollten, auch zu unserem Thema, dem ECHTEN Paging auf sicherer separater Infrastruktur eine Page einzurichten. In der Schweiz und in Frankreich hat e*Message zu dieser Frage gute Verbündete.

Jedenfalls ergab sich so der Anlass und die Möglichkeit für eine Filmsequenz, die – leider das Hemd etwas verrutscht. Bitte mal in den Auszug von "Critical Alerting and Paging Solutions are Indispensable" schauen.

Gert Jan Wolf am e*Message-Standzoom
Gert Jan Wolf am e*Message-Stand
Wolf dreht: "Critical Alerting and Paging Solutions are Indispensable"zoom
Wolf dreht: "Critical Alerting and Paging Solutions are Indispensable"
 

Allen Lesern unseres Blogs, allen Interessierten und Kunden, allen unseren Mitarbeitern in Frankreich und Deutschland wünsche ich eine Frohe Weihnacht. Merry Christmas.

Dietmar Gollnick

Frohe Weihnacht
Frohe Weihnacht
 
 
 
Jim Nelson, Präsident CMA-A
 01.12.2016

Die Wahl in den USA fällt auf Paging

Brad Dye, Herausgeber der „Wireless Messaging News“ veröffentlichte kürzlich in seinem regelmäßig erscheinenden Newsletter einen Artikel von Jim Nelson, Präsident der Critical Messaging Association Americas über Paging und die vielen Vorteile der Technologie, die nach ETSI und CEPT seit 2013 ein Teil von Narrowband Point-to-Multipoint (NP2M) ist.

In Zeiten bedeutender Gefahrenlagen, Bedrohungen durch Terroristen oder Naturkatastrophen erlebt die Technologie geradezu ein Revival, da eine schnelle, zuverlässige und krisensichere Benachrichtigung mehr denn je benötigt wird.

Die wichtigsten traditionellen Nutzergruppen – u. a. Feuerwehren, Polizei, Rettungsdienste, medizinisches Personal – schätzen die Technologie v. a., weil sie entscheidende Vorzüge gegenüber dem Mobilfunk bietet. So kommt es bei Mobiltelefonie, gerade in Krisensituationen, immer wieder zu Überlastungen des Netzes, Nachrichten werden nicht oder nur verzögert empfangen oder der Akku ist auf Grund seiner begrenzten Kapazität im entscheidenden Moment leer. Paging hat diese Probleme nicht und ist deswegen eine relevante und aktuelle Technologie, was auch die konstanten Nutzergruppen und -zahlen beweisen

Lesen Sie hier den kompletten Beitrag:

Deutsch: Paging - Aktuell wie eh und je

Englisch: Is Paging Going Away?

Anke Lüders-Gollnick / Jim Nelson

 
 
 
Ulrike Kieper
 24.11.2016

PMR-Konferenz 2016: IT-Sicherheit und krisenstabile Kommunikation

Teil der PMRExpo ist jedes Jahr auch die zweitägige PMR-Konferenz, auf der aktuelle Themen und Entwicklungen rund um den professionellen Mobilfunk diskutiert werden.

Der zweite Konferenztag widmete sich besonders der IT-Sicherheit. Herbert Saurugg, ehemaliger Berufsoffizier des österreichischen Bundesheers und Experte für das Thema IKT- und Cybersicherheit, warnte eindringlich vor den Folgen eines möglichen Blackouts in Zeiten steigender Vernetzung. Im Falle eines Versagens der Stromversorgung käme es in kürzester Zeit zu einem völligen Ausfall sämtlicher Infrastrukturen und damit des gesamten gesellschaftlichen Lebens. „Nichts geht mehr.“ wäre dann das Motto.

Um diesem Horrorszenario und anderen Gefahren entgegen zu wirken, wurde dieses Jahr das IT-Sicherheitsgesetz verabschiedet, zu dem Rechtsanwalt Thomas Feil von der Cyber Akademie GmbH informierte. IT-Sicherheit wird damit zur „Chefsache“   von Unternehmen v. a. im Bereich kritischer Infrastrukturen und eine Missachtung bzw. Vernachlässigung gesetzlicher Vorschriften kann u. U. hohe Bußgeldstrafen nach sich ziehen. Auf diese veränderten gesetzlichen Gegebenheiten haben bereits etliche Institutionen reagiert. So stellte Herr Dr. Gerrit Volk, Leiter des Referats Zugang zu Gasverteilnetzen in der BNetzA, den IT-Sicherheitskatalog der BNetzA für Energienetze vor, der Strom- und Gasnetzbetreiber zur Umsetzung IT-sicherheitstechnischer Mindeststandards verpflichtet. Robert Demmig, Geschäftsführer des KKI e. V., stellte ein vom Verein entwickeltes Konzept vor, durch das kritische Infrastrukturen, Behörden und die Bevölkerung im Krisenfall besser zusammen arbeiten können.

Andreas Gegenfurtner; BDBOS über Innovation und Zukunft des Digitalfunkzoom
Andreas Gegenfurtner; BDBOS über Innovation und Zukunft des Digitalfunk
Volker Berlin, e*Message zum Thema Anforderungen an ein Mobilfunknetz für professionelle Nutzer und dessen Betrieb zoom
Volker Berlin, e*Message zum Thema Anforderungen an ein Mobilfunknetz für professionelle Nutzer und dessen Betrieb
 

Dass gerade die entscheidenden Kommunikationskanäle in Krisensituationen besonders versagen, machte der Vortrag von Daniel Haché, Leiter für externe Beziehungen bei der Astrid AG, die seit 1998 für die Entwicklung, Verwaltung und Instandhaltung eines Netzes für Funk, Funkruf und Leitstellen in Belgien verantwortlich ist, deutlich. Während der Anschläge in Brüssel im März dieses Jahres versagte das gesamte, auf dem Mobilfunk basierende Netz, so dass die Rettungskräfte größtenteils gar nicht informiert werden konnten. Ein weiterer Beweis, dass Warnung und Alarmierung per Mobilfunk in kritischen Situationen unzureichend ist und dringend sichere Netze benötigt werden oder ggfs. eine zweite Infrastruktur.
Eine verlässliche Alternative ist das Sicherheitsfunknetz von e*Message, das der Leiter der Technik, Volker Berlin, vorstellte. "Mit über 800 Sendestandorten in Deutschland bieten wir umfassende Dienste für Kunden aus Industrie und Behörden vom Netzbetrieb über -Instandhaltung, -wartung und Überwachung an."

Ein erkenntnisreicher Tag.

Ulrike Kieper

 
 
 
 
Jens Köhler / Wilfred Kranich
 23.11.2016

Erfolgreiche Messe, müde Füße und interessante Erkenntnisse

Ein Tag an dem man auf den Feierabend wartet. Nicht etwa, weil nichts los war, sondern weil langsam die Stimme versagt, die Füße schmerzen und die Kaffeepads sich dem Ende neigen.

Es hat einfach Spaß gemacht. Gefühlt war dieser 2. Messetag über mehrere Jahre gesehen, der Tag mit den meisten Besuchern, auch auf dem Stand von e*Message B 08 in Halle 10.2. Anscheinend bewegt sich etwas im Bereich professioneller Mobilfunk.

Wir konnten neue Interessenten begrüßen, z.B. Landkreise, die über neue Alarmierung nachdenken, Werkfeuerwehren sowie Stadtwerke mit Anfragen zu unserem Alarmierungs- und Benachrichtigungsdienst e*Cityruf und zur Schaltlösung e*Nergy. Mit bereits bekannten Kontakten konnten Themen vertieft werden, wobei es u.a. um die Warnung der Bevölkerung, Alarmierung von Bereitschaftsdiensten und Werkfeuerwehren ging. Von Energieversorgungsunternehmen kamen vermehrt Anfragen zur Alarmierung ihrer Servicetechniker. Die Verantwortlichen haben erkannt, dass ein redundanter Kommunikationsweg zum öffentlichen Mobilfunknetz unerlässlich ist. In den Gesprächen wurde betont, dass die Gewährleistung der Sicherheit unter allen Lagebedingungen von großer Wichtigkeit ist.

Die Stadtwerke Emden sind als Interessent gekommen und haben unseren Messestand als zukünftiger Kunde mit e*Cityruf-Anschlüssen im zweistelligen Bereich verlassen.

Im Gespräch mit einer Werkfeuerwehr aus Hagenzoom
Im Gespräch mit einer Werkfeuerwehr aus Hagen
Großes Thema bei den EVU: Redundante Alarmierungzoom
Großes Thema bei den EVU: Redundante Alarmierung
 

Neues haben wir über den Ausbau von IVENA in Deutschland erfahren. Die Alarmierung über e*Message ist nach wie vor gesetzt.

Nicht vergessen wollen wir die diversen Bestandskunden beispielsweise Evonik, Lyondel Basell und die Feuerwehr Gelsenkirchen, die uns alle Jahre wieder auf der Messe besuchen. Auch bei diesen Gesprächen geht es um Konkretes, etwa um Erwartungen die die Kunden an uns richten. Diese werden keinesfalls weniger. Es geht um neue Ideen, über deren Umsetzung wir nachdenken sollen, aber auch um die eine oder andere Verbesserung, die man sich von uns wünscht. Hier zeigt sich immer wieder, dass es wichtig ist miteinander zu reden, zu verstehen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Jens Köhler / Wilfred Kranich

 
 
 
 
Ulrike Kieper
 02.11.2016

Energie- und e*Nergy-Quellen

Immer wieder erhalten wir Anfragen zum Zusammenhang zwischen e*Nergy und Strompager.

Beispielsweise im Kontext der Sicherheit der Übertragung, zu Überlegungen des Schutzes vor Cyberangriffen oder zu akademischen Arbeiten und Studien der Deutschen Energieagentur (dena) und ey (früher ernst&young). Und dazu, was das alles mit dem Begriff des "SmartMeter" zu tun hat.

Nachfolgend sehen Sie einige Links zu interessanten Veröffentlichungen, die hier sicherlich weiterhelfen.

Ulrike Kieper


Verweise e*Nergy

Präsentationen, gehalten im Symposium "Smart Control, Metering und Grid" des 11. Nationalen Paging-Kongresses
e*Nergy betreffen folgende Vorträge: Marko Herold (IK Elektronik), Dr. Oliver Jung (Austrian Institute of Technology), Marco Pultz (BoschSI),  Thomas Röstel (Stromnetz Berlin),  Prof. Dr. Christoph Ruland (Universität Siegen),  Benjamin Sommer (Verband kommunaler Unternehmen),  Robert Tech

Infoblatt e*Nergy (englisch)

Präsentation "Remote Control – not only, but also for Energy Distribution Systems" (englisch), gehalten auf dem Spring Meeting der CMA-E in Mailand

Vortrags-Präsentation "Security for remote control and switching" (englisch), gehalten auf der Konferenz Critical Infrastructure Protection and Resilience Europe in Den Haag und weiterführende Beschreibung (deutsch), basierend auf dem Vortrag

Mastherthesis von Marco Pultz zum Thema "Steuerung von Lasten im Smart Grid"

Blogartikel zum Thema wie One-Way-Kommunikationstechnologien helfen, IoT-Lösungen heute umzusetzen

Fachvortrag "Der Smart-Meter-Rollout kommt" von Dr. Stefan Rolauffs von der Stromnetz Berlin GmbH

Der Srompager im Einsatz bei Stromnetz Berlin

Smart Meter-Studie und zugehöriges Positionspapier der Deutsche Energie-Agentur (dena)

Artikel in der Berliner Zeitung, Rubrik Chefsessel

 
 
 

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